Samstag, 5. März 2016

[Rezension] Entdeckung der Dominanz von Edyta Zaborowska

Erotischer SM-Roman
256 Seiten, Taschenbuch
978-3-86277-547-7
9,90 Euro (D)
auch als eBook erhältlich


"Unsere Ehe ist festgefahren. Zu lange haben wir jeder unser eigenes Leben gelebt, uns immer mehr voneinander entfernt. Sehnsüchte und Wünsche hat jeder für sich allein gehabt und vielleicht auch ausgelebt!"
(Seite 55)

Es gibt erotische Roman, die haben den Sex im Vordergrund stehen und kaum eine Handlung und es gibt welche, bei denen gibt es eine gut durchdachte Handlung und auch Tiefgang bei den Protagonisten. "Entdeckung der Dominanz" gehört definitiv zu den Letzteren. Edyta Zaborowska hat sich für ihren erotischen SM-Roman eine schöne Handlung ausgedacht, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und mich als Leser begeistert hatte.

Vera ist ein Hausmütterchen durch und durch. Doch jetzt, wo die Kinder aus dem Haus sind, merkt sie, dass ihr etwas fehlt. Jeden Tag das Gleiche, keine Abwechslung und selbst die Speisen auf dem Tisch, bieten keine Abwechslung. Es ist alles festgefahren und Vera sehnt sich nach einem anderen Leben. Nur ihre Träume geben ihr Abwechslung. 

"Nichts schien mehr zu sein, wie es den Anschein hatte. Zu oft vermischten sich Träume mit Wirklichkeit. Wohin sollte das noch führen?"
(Seite 92)

Auch Nick ist nicht mehr zufrieden mit seinem Leben. Er verliert sich immer mehr in Tagträumereien, bis er nicht mehr erkennt, was die Wirklichkeit ist. Alles scheint zu verschwimmen.

Als Vera sich traut mit Nick zu sprechen kommt es zu einem gewaltigen Krach und Vera flieht. Flieht aus dem Haus, flieht aus ihrem alten Leben. Bis sie bei der Baronesse Hanna landet.

Edyta Zaborowska beschreibt auf gekonnte Art die Verwandlung von Vera und diese Verwandlung gibt Vera ihr Selbstvertrauen zurück. Sie wächst aus sich heraus und lernt ihre Träume auszuleben. Dabei wählte sie auch den passenden Handlungsort, ein altes Herrenhaus. Dieses Setting strahlt etwas Geheimnisvolles aus, genauso wie die Herrin des Hauses. Durch Zeitungsausschnitte, die im gedruckten Roman deutlich hervorgehen, da sie sich von der Schrift des Romans abheben, wird es noch mehr verdeutlicht. Als Leser bekommt man den exklusiven Einblick hinter den Mauern, der sonst der Öffentlichkeit verwahrt bleibt. 

Man verliert sich schon nach wenigen Seiten in die Geschichte von Vera und Nick und durch ihre Träumereien, besonders die von Nick, weiß man manchmal auch nicht so genau, ob es jetzt Realität war. Selbst am Ende des Buches, bin ich mir bei manchen Szenen gar nicht so sicher, ob es nur ein Traum war. 

"Entdeckung der Dominanz" besitzt eine gelungene Mischung aus Handlung und erotischer Szenen. Diese hätten ab und zu auch mal ein wenig mehr ausgelebt werden können.

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Exemplars.





 

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LG Mone