Dienstag, 8. März 2016

[Rezension] Witch Hunter von Virginia Boecker

ab 14 Jahren
400 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Ernst
ISBN 978-3-423-76135-2
17,95 Euro (D)
 
dtv 
 
 
"Wer ist Freund? Wer ist Feind?" (Klappentext)
 
Fragen, die sich die junge Elisabeth stellen muss. Einst war sie eine der besten Hexenjägerin ihres Landes, doch als bei ihr verbotene Hexenkräuter gefunden wurden, wird sie zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Trotz der großen Versprechungen ihres engsten Freundes Caleb, wird sie von dem meistgesuchten Hexenmeister Nicholas Perevil aus dem Kerker befreit.
 
Die Geschichte rund um die 16- jährige Elisabeth beginnt schon richtig spannend. Ohne eine große Vorgeschichte wird man sofort hineingeworfen und ist bei der ersten Verbrennung und einer anschließenden Jagd mit dabei. Man lernt Elisabeth und Caleb kennen, wie ihre Arbeit aussieht. Das Buch entwickelte einen unglaublichen Sog auf mich und die ersten Seiten waren sehr schnell gelesen.
 
Doch leider kann die Spannung nicht gehalten werden und mir wurde Elisabeth, die ich am Anfang für sehr taff und stark gehalten habe, ein wenig unsympathisch. Sie wurde  naiv und schon ein wenig nervig. Und ein großes Problem ist halt, dass das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben wurde. Man kann die Gedanken von Elisabeth nicht einfach so ausblenden und ich musste so oft den Kopf über dieses Mädel schütteln. Ja, sie muss sich über einiges klar werden, aber sie steht sich oft selbst im Weg, wie ich finde.
 
Ganz besonders genial fand ich den Lehrmeister Blackwell. Er ist ein sehr schön durchdachter Widersacher und für einige Überraschungen zu haben. Zwar gibt es im Laufe der Geschichte immer wieder so kleine Informationskrümel, aber wie er wirklich ist und was er vorhat und dass er ein Mann ist, mit dem nicht zu Spaßen ist, doch er überraschte immer wieder in seiner Handlung. 
 
Der Schreibstil war von Anfang an sehr angenehm gewesen. Das empfohlene Alter vom Verlag kann ich nur bestätigen. Viel jünger sollten die Kids nicht sein und ich denke 14 Jahre ist optimal. 
 
Eigentlich verliere ich ja nicht so gerne ein Wort zum Cover, weil es einfach Geschmackssache ist. Es gibt manche, die finde ich einfach nur genial, doch hier war es definitiv nicht das Cover der Entscheidungsträger gewesen, dass ich mich für die Aktion beim dtv beworben habe, sondern der Klappentext. Denn ganz ehrlich, ohne Schutzumschlag sieht das Buch noch viel schöner aus.

"Witch Hunter" von Virginia Boecker war jetzt nicht schlecht gewesen und ich bin trotzdem gespannt darauf, wie es weitergehen wird. Ich fand, dass einiges Potential gerade im Mittelteil nicht ganz ausgeschöpft wurde und da auch einiges an Spannung verloren ging. Nach der Spannung vom Anfang, hätte ihm ein wenig mehr Action gut gestanden.

Vielen Dank an den Verlag, dieses Buch vorab lesen zu dürfen. Ein toller Auftaktroman, der noch einiges an Potential nach oben hin hat.
 
 
 
  
 

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LG Mone