Samstag, 9. April 2016

[Rezension] Christine Bernard. Das Eisrosenkind von Michael E. Vieten

304 Seiten, Paperback 
9783862824137
12,90 Euro (D)






"Der Anblick war schrecklich und doch hatte dieses tote Gesicht einen ganz eigenen, einen letzten Zauber." (Seite 39, Christine Bernard. Das Eisrosenkind)

Eigentlich wollte ich das Buch erst einmal nur anlesen, nachdem mich der Klappentext und der Titel neugierig gemacht hat. Ein paar Seiten und dann wieder das aktuelle Buch weiterlesen. Doch aus ein paar Seiten wurden mehr und irgendwann war ich so versunken in diesen Krimi, dass ich ihn einfach zu Ende lesen mussste.

"Ein kalter Morgen im März. Eine gefrorene Kinderleiche am Moselufer. Eisige Farinade verziert das kleine Gesicht. Ist das die achtjährige Rosalia, nach der die Trierer Kriminalpolizei verzweifelt sucht? Ist sie im Nachtfrost erfroren oder verbirgt sich ein noch viel schrecklicheres Geheimnis hinter der Schönheit des Grauens?" (Klappentext, Christine Bernard. Das Eisrosenkind)

Normalerweise schreibe ich selbst meine Inhaltsangaben zu den Büchern, es gibt jedoch Bücher, wo es mir echt schwer fällt. Unter anderem auch Krimis, weil ich halt eben nicht so viel verraten möchte.

Christine Bernard ist eine junge Kriminalkommissarin, die in einem Team von erfahrernen Kollegen arbeitet. Für sie ist der Fall recht schnell klar und sie verbeißt sich in den möglichen Täter. Es sprechen auch einige Indizien dafür und obwohl es mir als Leser schon fast zu einfach erschien, bekam ich doch meine Zweifel und schlug mich auf die Seite von Christine Bernard. 

Die Protagonisten waren alles sehr gut beschrieben und man hatte schnell seine Sympathien für die Ermittler gehabt. Es gab nicht so die Alleingänge und man merkte schon, dass sie Hand in Hand arbeiten. Obwohl Christine Bernard schon einen kleinen Hang zu Alleingängen hat und manchmal auch das Pech anzieht, wie ein Magnet, merkt man sehr schön, dass die Polizeiarbeit recht gut recherchiert ist, wie ich finde. 

Dieses Buch lebt von seinem Fall und privates von Christine Bernard gibt es nur nebenbei. Das finde ich ziemlich klasse, denn für mich ist es immer schade, wenn der Fall durch die privaten Ereignisse des Ermittlers im Hintergrund treten.

Obwohl der Handlungsort Trier ist und ich die Gegend nicht ganz so gut kenne, es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich zu letzt in Trier war, kann man ihn auch sehr gut ohne Ortskenntnisse lesen.  

Das Buch, welches ich erst nur anlesen wollte, entwickelte so einen Sog auf mich, dass ich es beenden musste. Die Spannung baut sich kontinuierlich auf und man fliegt so über die Seiten. Der Autor Michael E. Vieten hat so das ein oder andere Ass im Ärmel gehabt mit dem er mich überraschen konnte.

"Christine Bernard. Das Eisrosenkind" ist ein solider Krimi mit einer guten Portion Spannung und einem sympathischen Ermittlerteam. 

Vielen Dank an Michael E. Vieten und den acabus Verlag für das Rezensionsexemplar. 

1 Kommentar :

  1. Vielen Dank für diese wunderbare Rezension. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

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LG Mone