Freitag, 1. April 2016

[Rezension] Schwarzstein und Königin von Helen B. Kraft

354 Seiten, Broschur
Band 2 der Serie "Erbe der Sieben Wüsten"
978-3-95959-007-5
Buch: 12,90 Euro (D)
eBook: 2,99 Euro (D)




>"Ich habe Dich verstanden, Vater. Ich werde mich von der Prinzessin fernhalten. Gibt es sonst noch etwas, das ich vielleicht dem Fürsten ausrichten soll?" "Ja, er soll dir im Namen deiner Mutter eine Tracht Prügel verpassen!"< (Seite 20, Schwarzstein und Königin)

Direkt im Anschluss von "Aus Verrat geboren", musste ich den zweiten Band lesen und bin hin und weg von diesem Buch. Wie ich finde, ist er noch einen Tacken besser als der erste Band, aber doch auf eine ganz andere Art. Man sollte den ersten Teil kennen. Zwar gibt es immer wieder Rückblicke zu dem Vorgängerband und vieles erklärt sich von selbst, allerdings finde ich, dass man den besten Überblick hat, wenn man den ersten Teil kennt.

Rund 70 Jahre sind zwischen Band 1 und Band 2 vergangen, als ich die Welt der Bestien wieder betreten habe. Cruth ist der Herrscher über die Bestien und seine wunderschöne Tochter Zeynda sein ein und alles, welche er zu beschützen versucht. Allerdings nagt an Zeynda das Gefühl der Schuld am Tod ihrer Mutter. Als ein Krieg immer näher rückt, die Menschen lehnen sich gegen die Bestien auf und haben auch einen Weg gefunden, wie sie den Bestien schaden können, muss Cruth seine Tochter loslassen und sie nach Sieben Wüsten schicken. Zusammen mit Daeon, einem Schwarzsteiner. Der scheint auf Zeyndas Bestie eindruck zu machen und die Bestie in Zeynda sehnt sich nach Daeon. Doch Daeon verbirgt ein dunkles Geheimnis.

"Schwarzstein und Königin" ist um einiges dunkler als der erste Band. Die Zeiten sind ziemlich mies, die Menschen lehnen sich gegen die Bestien auf und auch in den Reihen der Bestien gibt es Verräter. Intrigen werden gesponnen, ein perfider Plan wird umgesetzt. Die ganze Zeit ist die Gefahr spürbar und schon durch diese große Spannung kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Zwar weiß man als Leser ziemlich schnell, wer für all das verantwortlich ist, allerdings tut dies der Spannung absolut keinen Abbruch.

Man trifft auf viele Bekannte aus dem ersten Band und hinzu kommen einige vielversprechende neue Figuren, die die Geschichte voran bringen. Manche haben dabei nur einen sehr kurzen Auftritt und ich hätte mir mehr von ihnen gewünscht. Sie haben es geschafft, durch diesen kleinen Auftritt sich direkt in mein Herz zu befördern. Und einer darf natürlich nicht fehlen. Barrique, der Kobold, der weiterhin seinem Fürsten treu ist und mit ehrlichem Rat ihm und anderen Bestien, zur Seite steht. Dieser Kobold hat das Herz am rechten Fleck und eine ziemlich große Klappe, die dem Buch wieder die nötigen Auszeiten gibt.

Helen B. Kraft überzeugt wieder durch einen tollen Schreibstil, der fesselnd und mitreißend ist und hat sich eine Geschichte ausgedacht, die in sich stimmig ist. Jetzt heißt es bis zum Herbst 2016 zu warten, bis es mit "Duft des Sturms" weitergeht und ich bin schon sehr gespannt, was mich dort erwarten wird.    

 

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LG Mone