Donnerstag, 12. Mai 2016

[Blogtour] Lass uns fliegen von Katrin Bongard + Gewinnspiel


Hallo und herzlich Willkommen zur Blogtour "Lass uns fliegen" die heute bei mir ihren Zwischenstopp hat. Gestern hielt der Tourbus bei Cornelia von Die Seitenflüsterer die einen schönen Beitrag geschrieben hat.

Ich habe mir ein wenig die Beziehung von Vincent und Paulina zu ihren Eltern angeschaut. Beide haben ihre Päckchen zu tragen, bei Paulina und ihre Eltern steht die Trauer im Vordergrund und bei Vincent und seiner Mutter, der verzweifelte Versuch dem Vater zu helfen.

"Ich denke an meinen Vater und seine Versuche, sein Leben zu ändern und damit auch mein Leben. Jedes Mal ist er sicher, dass alles ganz anders wird, und dann..." (Vincent, Seite 19 "Lass uns fliegen")

Vincent wächst in einer Familie auf, wo es kaum Regeln gibt und viel Freiheit. Besonders sein Vater lebt nach dem Motto und möchte sich nirgendwo einzwängen lassen. Er war Vincent immer ein Vorbild, doch seit der Schauspieler ohne Arbeit ist und in den Tag hineinlebt, in der Hoffnung endlich den Anruf zu bekommen, dass er eine neue Rolle bekommt, hat sich einiges verändert. Ich denke, insgeheim träumt Vincent ein wenig davon, gewisse Regeln zu bekommen und somit auch Halt und Sicherheit, die, wie ich finde, er auch nötig hat.


"Ein gutes Versteck bedeutet, dass er seine Sinne noch so gut zusammenhat, dass er sich überhaupt noch ein gutes Versteck ausdenken kann und noch nicht alle Gehirnzellen zerstört sind." (Vincent, Seite 34 "Lass uns fliegen")

Mit seiner Mutter bildet Vincent ein Team gegen den Kampf um die Alkoholsucht seines Vaters. Vincent ist dafür zuständig, die Verstecke zu finden und den Alkohol zu vernichten. Nach Außen wird das Thema nicht gekehrt, es bleibt innerhalb der Familie und belastet diese immer mehr.


"Manchmal habe ich Angst, mein Vater steht morgens nicht mehr auf. Und ich verstehe nicht, warum meine Mutter und wir ihm einfach nicht helfen können? Oder wie." (Vincent, Seite 42 "Lass uns fliegen")

Der Alptraum von Vincent und die Machtlosigkeit, die er verspürt, dass er seinem Vater nicht helfen kann. Er nicht und seine Mutter auch nicht. 

Paulina:


"Mama, wollte das Zimmer auflösen, neu streichen, alles weggeben, diese Erinnerung löschen, aber Papa und ich haben widersprochen. [...] Ein Trauerzimmer, nennt meine Mutter es, in das ich mich setze, um zu verstehen, was man absolut nicht verstehen kann. Bea ist nicht mehr da." (Paulina, Seite 39 "Lass uns fliegen")

Paulina und ihre Eltern trauern um Bea, geliebte Schwester und Tochter. In dem Buch wird dabei sehr schön deutlich, dass jeder unterschiedlich mit seiner Trauer umgeht. Die Mutter möchte durch das Zimmer nicht immer an den Verlust erinnert werden, Paulina braucht das Zimmer, um die Erinnerung aufrechtzuhalten.


"Hauptsache raus aus dem Haus, weg von meinen Eltern, die nicht mehr miteinander reden oder nur kurze Sätze sagen." (Paulina, Seite 60 "Lass uns fliegen")

Paulina, die selbst Probleme hat, flieht vor ihren Eltern und der Situation, die zu Hause herrscht. Sie möchte sich nicht damit belasten. Entweder die Eltern verkriechen sich in ihrer Arbeit oder sie sind schweigend zu Hause. Jeder für sich.

Vincent und Paulina versuchen mit ihren Problemen alleine fertig zu werden. Sie reden nicht gerne von ihrem zu Hause und ich hatte auch das Gefühl, dass sie nicht gerne zu Hause sind. Sie sind viel unterwegs, flüchten sich in ihre eigene Welt.

Katrin Bongard hat es sehr gefühlvoll geschafft, die Familienproblematiken in die Geschichte einzubauen. Sie stehen nicht jederzeit im Vordergrund, aber sie geben eine besondere Tiefe.  

Wie es mit Vincent und Paulina weitergeht, dass müsst ihr allerdings selbst erfahren.

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Gewinnspiel

Bei unserer Blogtour gibt es na klar auch ein Gewinnspiel. Ihr habt auf meinem Blog die Möglichkeit ein Printexemplar von dem wunderbaren Buch "Lass uns fliegen" von Katrin Bongard zu gewinnen. Und wenn ihr auf jedem Blog mit macht, dann erhöht sich eure Gewinnchance.



Dafür müsst ihr mir nur eine Frage als Kommentar unter diesem Beitrag beantworten:

Was macht ihr, um euch eine Auszeit zu gönnen?

Die Gewinner werden am Ende der Tour ermittelt.

Kleingedrucktes:

Teilnahme am Gewinnspiel ab 18 Jahren.
Keine Barauszahlung des Gewinns möglich.
Für den Verlust auf dem Postweg wird keine Haftung übernommen.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

*****
Und auch bei Red Bug Books gibt es noch ein Schmankerl zu gewinnen. 
Alle Infos gibt es auf der Seite von Red Bug Books und unbedingt die Teilnahmebedingung lesen.

Morgen geht es bei Büchermops weiter.

Und hier noch mal alle Haltestellen der Tour:


02.05.2016

03.05.2016

04.05.2016

05.05.2016

07.05.2016

08.05.2016

09.05.2016

10.05.2016

11.05.2016

12.05.2016
Hier auf der Kleinen Bücherinsel

13.05.2016

15.05.2016




Kommentare :

  1. Hallo :)

    ich setze mich am liebsten mit einem Kaffee und einem guten Buch auf den Balkon, das ist für mich Relaxen pur.

    LG Tina

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  2. Hi Mone,

    danke, für den schönen Blogbeitrag. Ich habe richtig Gänsehaut bekommen, plötzlich war die Zeit, als ich das Buch geschrieben habe, wieder ganz nah. Die Familiengeschichten haben mich beim Schreiben am meisten beschäftigt.
    Auch, wenn ich nichts gewinnen kann ;) - eine Auszeit ist für mich eine Zeit, in der ich weder schreibe, noch lese, sondern Sport mache, oder einen Kaffee trinke oder einfach die Sonne genieße!

    Liebe Grüße
    Katrin

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  3. Z. B. ein schönes Wannenbad nehmen oder ein tolles Buch lesen.

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hallo,
    einen Spaziergang machen oder es mir mit einem Tee und einem Buch gemütlich machen. Am besten die Kombination: erst spazieren gehen, dann lesen.

    lg, Jutta

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  5. Hallo ,

    toller und interessanter Beitrag.
    Um mir eine Auszeit zu gönnen lese ich und trinke Kaffee oder
    ich gehe spazieren oder ich höre Musik.

    Liebe Grüße Margareta Gebhardt
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  6. Guten Abend,
    vielen Dank für den interessanten Beitrag.
    Wenn ich mir eine Auszeit nehmen, dann lese ich, gehe baden oder gehe alleine spazieren. =) Aber am meisten entspannt mich das Lesen. =)
    Liebe Grüße
    Jeannine M.

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  7. Hallo =)
    Um mich zu entspannen, lese ich natürlich.
    Liebe Grüße
    (shanklin@gmx.de)

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  8. Huhu ☺

    Ich gönne mir eine Auszeit mit lesen :) es kommt zwar nicht oft vor, dass ich dafür Zeit finde, doch ich nutze jede freie Minute dafür :)

    Biancaszierbeck@t-online.de

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  9. Guten morgen :)

    Danke für den schönen Beitrag, mit einem sehr ernsten Thema .

    Ich kenne solch eine Problematik selbst und kann die beiden absolut verstehen .

    Ich ziehe mich zurück indem ich lese , denn dort bin ich in meiner eigenen Welt .

    Da ich nicht mehr Zuhause wohne , habe ich auch keine Probleme mit meinen Eltern , zumal ich auch nur noch Kontakt zu meiner Mama habe ...

    Aber ab und an braucht man auch mal Abstand vom Partner und da flüchte ich in meine Bücherwelt oder zu einer Freundin .

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    1. Janina_Adelt16@web.de
      Facebook: Nina Grey

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  10. Huhu,
    für eine Auszeit schwinge ich mich am liebsten aufs Rad mit Musik im Ohr und düse über die Felder! Fühlt sich auch an wie fliegen ;-)
    LG und ein schönes Wochenende
    Madita
    miss_madita@gmx.de

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  11. Huhu,
    für eine Auszeit lese ich oder höre Hörbuch oder Musik und schalte auch mal das Handy aus. Dann habe ich meine Ruhe und kann micht entspannen.
    Lg,
    Sandra

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  12. Hallo,

    in dem ich ein Buch lese oder Musik höre.

    LG
    SaBine
    (kupfer-sabine@t-online.de)

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  13. Hallo,

    wenn ich mich entspannen will, dann lese ich meistens oder gehe mit meinem Hund spazieren ;)

    LG

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Wie die meisten Blogger, freue ich mich auch über liebe Kommentare und Feedbacks.

LG Mone