Dienstag, 31. Mai 2016

[Rezension] Das Mona-Lisa-Virus von Tibor Rode

462 Seiten, Paperback
978-3-7857-2567-2
14,99 Euro (D)
 
 
 
Ein Bus voller amtierender Schönheitsköniginnen wird in Mexiko entführt. Eine Lösegeldforderung gibt es nicht und man ist erst einmal ratlos, was die Entführung soll. Dann taucht die erste Schönheitskönigin auf und sie wurde entstellt. 
Gleichzeitig wurde in Leipzig das Rathaus gesprengt, in Italien ein berühmtes Wandgemälde zerstört und ein Computervirus sorgt dafür, dass weltweit Fotos umgewandelt werden und Menschen mit unnatürlichen Fratzen zeigt. Doch wie hängt das alles zusammen? Als die Tochter von der Wissenschaftlerin Helen Morgan verschwindet, geht sie den Spuren nach und befindet sich bald darauf in Europa inmitten einer großen Komplotts.
 
Schon von der ersten Seite an, bin ich durch Spannung an das Buch gefesselt wurden. Der Plot klang vielversprechend und ich wollte diesem Geheimnis auf die Spur kommen. Zwar gab es einige Handlungsstränge am Anfang, die ein wenig Konzentration beim Lesen erforderten, aber mich störte das weniger. So nach und nach kristalisierten sich die wichtigsten Stränge heraus und manche verliefen buchstäblich im Sande und fanden keine Erwähnung mehr. Den am Anfang von mir so geliebten Strang rund um Leonardo da Vinci und die Entstehung der Mona Lisa konnte ich allerdings bald nichts mehr abgewinnen, weil er immer mysteriöser und konfuser wurde.
 
Die Euphorie einen guten Thriller bekommen zu haben hielt dann bis ungefähr zur Hälfte des Buches an, denn dann war klar, wer dahinter steckt und man konnte schon Vermuten, warum diese Ereignisse geschehen. Ab da war dann auch die Spannung fast weg gewesen und ich fand das Buch manchmal echt langatmig, so dass ich es halt auch immer mal wieder auf Seite gelegt habe. Überraschungen gab es eigentlich keine mehr. Das Ende fand ich dann doch eher gewöhnungsbedürftig, teilweise zu sehr zurecht geschustert und viele Fragen, die ich irgendwie nicht beantwortet bekommen habe, aber gerne hätte.
 
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und ich hatte ja auch teilweise richtig Spaß an dem Buch. Die Protaginistin Helen Morgan war mir auf der einen Seite sehr sympathisch, aber ich konnte manch ihrer Handlungen nicht verstehen. Sie ließ sich oft ziemlich schnell ablenken und dann dachte sie nicht mehr an das Verschwinden ihrer Tochter, obwohl dies einige Sätze zuvor sehr präsent war. Besonders gut hat mir der Ermittler Greg Millner gefallen. Er hatte etwas Geheimnisvolles an sich und man konnte ihm nicht immer in die Karten schauen, was seine Arbeit und seine Ermittlungen betraf.
 
Das Mona-Lisa-Virus beinhaltet sehr viele verschiedene Themen, die sich alle in irgendeiner Weise um die Schönheit und das Perfekte drehen. Auf der einen Seite fand ich das Buch recht gut, besonders den Anfang und die Geschichte rund um Leonardo da Vinci aber dann wurde es mir zu langatmig und teilweise auch unrealistisch. Es gab immer die perfekte Möglichkeit, wie man aus scheinbar festgefahrenen Situationen rauskommt und das von Zauberhand.

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LG Mone