Dienstag, 24. Mai 2016

[Rezension] Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen von Cilla Jackert

KJB
ab 10 Jahren
208 Seiten, Hardcover
Originaltitel: Vi ses i obsan
Aus dem Schwedischen von Maike Dörries
978-3-7373-4036-6
11,99 Euro (D)



"Weil alles, was sie in diesem Sommer erlebt hatte, so unwahrscheinlich war, dass es definitiv mehr nach einer Lüge klang als nach der Wahrheit, die es tatsächlich war." (Seite 6, Wenn man selbst nicht dran glaubt, ist es nicht gelogen)

Ich war schon richtig gespannt auf das Kinderbuch, denn den Titel finde ich wirklich richtig toll und dieser ist mir sofort ins Auge gesprungen. Erwartet habe ich eine leichte Sommerlektüre und bekommen habe ich nicht nur das, es ist ein Buch, welches für ein Kinderbuch schon sehr in die Tiefe geht.

Für Annika ist die Wahrheit zu langweilig. Sie liebt es zu lügen und Geschichten zu erfinden. Ihre Freunde in der Schule nehmen es so hin und ihre Familie findet, dass sie eine blühende Fantasie hat. Doch dann erlebt sie Sommerferien, die sind so unglaublich, dabei ist alles wirklich so geschehen.

"Wenn man selbst daran glaubt, ist es nicht gelogen" ist ein tolles Kinderbuch über Wahrheit und Lügen, Freundschaft und Familie und einen aufregenden Sommer in Stockholm.

"Lieber eine lustige Geschichte als die triste Wahrheit, das war ihrer beider Motto." (Seite 35, Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen)
 
Annika ist ein tolles Mädchen und ich habe sie direkt in mein Herz geschlossen. Sie ist 12 Jahre alt und sie verhält sich auch genau so, wie ich es von einem 12-jährigen Mädchen erwarte. Es ist noch sehr viel Kind vorhanden, was mir sehr gut gefallen hat. Okay, sie lügt für ihr Leben gerne, aber aus Spaß und nicht um im Mittelpunkt zu stehen. Und das Lügen schützt sie auch in gewisser Weise, denn zu Hause gibt es ganz großes Chaos und in ihrer kleinen Welt schützt sie sich davor. 

Als sie im Park auf eine Gruppe Kids trifft, verändert sich so langsam etwas. Die Kids werden Freunde auf Zeit, ihr liebstes Spiel ist Wahrheit oder Pflicht. Da die Wahrheit uninteressant ist und nur Pflichtaufgaben erfüllt werden. Die sind schon ziemlich gefährlich und auch wenn Annika ihre mit ihrem Charme und guten Geschichten löst, musste ich teilweise doch ein wenig schlucken.
Je weiter die Sommerferien voranschreiten, umso enger wird die Freundschaft der Kinder und besonders das Ende, welches ich nicht verrate, hat mir sehr gut gefallen.

Das Buch von Cilla Jackert ist eine wunderbare Sommergeschichte und obwohl es ein luftiges und leichtes Buch ist, hat Cilla Jackert es geschafft, trotzdem viel Tiefe in die Geschichte zu bekommen. Die Freundschaft der Kinder ist so toll beschrieben und man kann ihr beim Wachsen zu schauen und Annika verändert sich in diesem Sommer, was wirklich schön war zu erleben.

"Wenn man selbst dran glaubt, ist es nicht gelogen" wird ab 10 Jahren empfohlen und ich finde das ist schon gut so angesetzt. Pfiffige 10-jährige Kids werden keine Probleme mit der Geschichte haben und auch verstehen, dass Wahrheit oder Pflicht nicht immer das Spiel Nummer 1 ist und hier das Mittel zum Zweck war, um diese Geschichte zu erzählen.
  
 

Kommentare :

  1. Hey =)

    Ich hab die Rezi gerade in meinem Blogroll entdeckt und fand den Titel total klasse! Scheinbar kann auch der Inhalt des Buches überzeugen =). DAs wandert direkt mal auf meine Wunschliste!

    LG
    Anja

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  2. Guten Morgen, mir hat das Buch auch sehr gefallen. Wahrheit oder Pflicht habe ich schon ewig nicht mehr gespielt ☺
    GLG,
    Mel

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LG Mone