Dienstag, 28. Juni 2016

[Rezension Hörbuch] Das Zimmer von Jonas Karlsson

ungekürzte Lesung
220 Minuten
Originaltitel: Rummet
Aus dem Schwedischen von Paul Berf
Buch ist erschienen beim Luchterhand Literaturverlag
978-3-945986-26-4
17,99 Euro (D)


 
Es ist schon einige Zeit her, dass mich der Rubikon Audioverlag mit dem Hörbuch "Das Zimmer" überraschte. Das Buch ist mir schon in der Vorschau aufgefallen und somit war die Freude auch groß, denn die Geschichte sprach mich an. Vielen Dank an den Verlag für das Exemplar.

Björn ist ein sehr ehrgeiziger und pedantischer Mensch. Alles hat seine Ordnung und penibel erfüllt er seine Arbeitsaufträge. Auf seine Außenwelt wirkt er sonderbar. Eines Tages wird er in ein Großraumbüro versetzt, eine Tatsache die er nur schwer hinnehmen kann. Als er das Zimmer entdeckt, ein kleiner Raum nur für sich, scheint sich sein Blatt zu wenden. Er strotzt vor Kreativität und wird auch produktiver. Doch zu seinem Übel bestreiten seine Kollegen, dass es dieses Zimmer gibt und er verzweifelt immer mehr.

Ich mag solche leicht schrägen Geschichten und fand Björn von Anfang an klasse. Doch ich muss auch zugegeben, dass er man sich auch erst einmal an ihn gewöhnen muss. Er ist schräg, er ist pedantisch in seiner Art und Weise und verkörpert einen Nerd, wie man ihn sich halt so vorstellt. Also für mich war er so perfekt gewesen. 

Das Verhalten seiner Mitmenschen analysiert Björn bis ins kleinste Detail und wo er eher der Einzelgänger unter vielen anderen Kollegen im Großraumbüro ist, wandelt er sich in seinem Zimmer so einem ganz anderen Menschen, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Der Ideen hat und zuverlässig alle Vorgänge abschließt. Doch nur er kann das Zimmer sehen und egal wie hartnäckig er bei seinen Kollegen nachfragt, dieses Zimmer existiert nur für ihn. 

Mark Bremer war mir bis jetzt unbekannt gewesen, aber seine Stimme und die Vertonung des Buches hat er perfekt umgesetzt. Ohne große Emotionen und so wie ich mir Björn vorgestellt habe, hat er das Buch vorgelesen. 

"Das Zimmer" war für mich eine perfekte Auszeit für zwischendurch gewesen. Gerne habe ich der Stimme von Mark Bremer gelauscht und ich fand Björn genial. Aber Björn ist Geschmackssache und ich vermute, dass viele mit ihm an ihre Grenzen stoßen.  

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1 Kommentar :

  1. Na ja, Geschmackssache ist so ziemlich jedes Buch, ob es nun gelesen oder aus Hörbuch genossen wird. Bisher habe ich nur gute Stimmen zu diesem Roman gehört, der zwar irgendwie verrückt ist, aber dann doch wieder nicht.

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LG Mone