Dienstag, 14. Juni 2016

[Rezension] Tenebris. Die Allianz der Schattenjäger von Dave Rudden

Sauerländer
ab 12 Jahren
352 Seiten, gebunden
Originaltitel: Knights of the Borrowed Dark
Aus dem Englischen von Claudia Max
978-3-7373-5217-8
14,99 Euro (D)
 

"Anonymität bedeutet Schutz, Denizen", erklärte Vivian. "Und jeder, der dich mit bösen Absichten beobachtet, hat deinen dreizehnten Geburtstag ohne Zwischenfall verstreichen sehen. Es war das Einzige, was dich schützen konnte." (Seite 94, Tenebris. Die Allianz der Schattenjäger)
 
Denizen ist nach dem Unfalltod seiner Eltern in Crosscaper aufgewachsen. Einem alten Gemäuer, welches oft sonderbare Geräusche erzeugt. Viel aufregendes passiert nicht und die vielen Abenteuer hat Denizen bisher nur in seinen Fantasybüchern erlebt. Seit 11 Jahren lebt er nun in diesem Waisenhaus an der irischen Küste. Bis ihn eines Tages die Nachricht erreicht, dass seine Tante ihn abholen möchte. Und plötzlich steckt er mitten in seinem größten Abenteuer, wo Magie erwacht und eine Allianz gegen die Schattendämonen aus Tenebris kämpft.
 
Mich hat vorallem das Cover und der Klappentext zu diesem Buch hingezogen. Schattendämonen, Schattenjäger und einen 13-jährigen Jungen, der seine größten Abenteuer bis jetzt nur in Büchern bestritten hat, fand ich eine tolle Mischung und es hörte sich ziemlich spannend an.
 
Doch ganz so konnten meine Erwartungen und auch die von meinem Sohn nicht erfüllt werden. Der Anfang ist echt gelungen, mit dem Setting des Waisenhauses und den unheimlichen Geräuschen und Schatten bekommt man so ein kleinen wohligen Gruselschauer eingejagt. Aber der ging auch viel zu schnell vorüber und es haben sich in dem 352 starken Buch einige Längen eingeschlichen. 
 
Denizen hat am Anfang jede Menge Fragen, die er gerne beantwortet haben möchte. Er ist als Protagonist auch sehr gut gelungen, denn er ist weder herausragend Mutig und der typische Held, der sich sofort ins Getümmel stürzt, sondern ein ganz normaler Junge, der zwar magische Kräfte besitzt, aber auch Schiss in brenzligen Situationen bekommt. Seine Sorge gilt auch immer wieder seinem besten Freund Simon, den er vermisst. Das fanden wir richtig gut, denn so verschwindet der Junge nicht einfach so von der Bildfläche. Zu seiner Tante kann er kaum ein Verhältnis aufbauen. Sie ist sehr distanziert und meidet den Jungen am liebsten. Da werden eher Abigail, Grey, Jack und Corinne und Darcie seine Freunde und Familie, die ihm auch als geduldige Lehrer zur Seite stehen.  
 
So lernt Denizen einiges in diesem ersten Band kennen, steht dem ein oder anderen Dämon gegenüber und meistert mit großer Tapferkeit seine ersten Kämpfe. Die Welt muss gerettet werden und ich fand, dass Denizen einige Male über sich hinaus gewachsen ist. Und, obwohl es einige Längen in diesem Buch gab, möchte man am Ende einfach nur weiterlesen, weil die Neugierde geweckt ist und das hibbeln auf den zweiten Band begonnen hat.
 
"Tenebris. Die Allianz der Schattenjäger" von Dave Rudden ist der Auftakt zu einer neuen Trilogie, wo Schattendämonen ihr Unwesen treiben und es geschafft haben, aus der Parallelwelt Tenebris in unsere Welt einzudringen. Doch sie haben die Rechnung nicht mit Denizen gemacht, der, wenn es brenzlig wird, über sich hinauswachsen kann. Ein wenig mehr Spannung hätte das Buch vertragen können, aber vom Setting und von den Protagonisten ist es auf jeden Fall lesenswert. 


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LG Mone