Dienstag, 2. August 2016

[Rezension] Jagdrevier von Helene Tursten

256 Seiten, Klappenbroschur
Originaltitel: Jaktmark
Aus dem Schwedischen von Lotta Rüegger und Holger Wolandt
978-3-442-71313-4
12,99 Euro (D)
 
 
 "Ich vergesse nicht. M." (Seite 10, Jagdrevier)
 
Puh, ich weiß gar nicht, was ich über das Buch sagen soll. Ich hatte mich auf einen schönen Krimi gefreut, bei dem ich Miträtseln kann und wo man vielleicht auch mal auf die ein oder andere falsche Spur geleitet wird, aber bekommen habe ich etwas ganz anderes.
 
Die junge Polizistin Embla Nyström nimmt wie jedes Jahr im Spätsommer an der Jagd teil. Man ist bekannt untereinander, man trifft sich schon seit Jahren. Doch in diesem Jahr ist die Stimmung sehr angespannt und kippt endgültig, als ein Teilnehmer tot aufgefunden wird und von einem zweiten Teilnehmer jede Spur fehlt. Embla beginnt mit den Ermittlungen und weiß schon bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann?
 
Der Plot hört sich ziemlich gut an und hat mich richtig neugierig gemacht. Doch die ersten 100 Seiten dümpelten mehr oder weniger so vor sich hin und ich verbrachte einige Zeit im schwedischen Wald, wo fast gar nichts passierte. Man begleitete die Jagdgesellschaft bei ihrer diesjährigen Jagd und es gab nur so zwei kleinere Zwischenfälle, die mysteriös wirkten.
 
Erst als zwei Teilnehmer verschwunden sind, kam ein wenig Spannung auf, doch schon ganz schnell stand fest, wer dahinter steckte. Vieles war vorhersehbar und das trug nicht wirklich zur Spannung mit bei.
 
Die Charaktere sind alle gut beschrieben und man konnte sie sich sehr gut vorstellen. Embla ist eine ehrgeizige Polizistin, die aber auch so das ein oder andere Geheimnis hat. Manchmal schlägt sie ein wenig über die Strenge, was sie dann direkt unsympathisch erscheinen lässt. Von ihren Kollegen bekommt man nicht allzu viel mit, aber man merkt deutlich, dass sie jeder Zeit für Embla da sind. Besonders gut hat mir ihr Onkel Nisse gefallen, der wie ein Ruhepol auf die junge Frau wirkt. Aber es ist ja erst der erste Teil der Reihe und ich denke, man wird mit der Zeit mit den Protagonisten wachsen.
 
Der Schreibstil ist eigentlich ganz okay gewesen und es hat sich so ganz gut lesen lassen. Das Buch war halt ziemlich unaufgeregt und Spannung wollte bei mir nicht wirklich aufkommen. Da können auch 256 Seiten recht zäh werden.  
 
"Jagdrevier" von Helen Tursten hat mich nicht wirklich vom Hocker gerissen und ob ich noch einmal mit Embla auf Spurensuche gehen möchte, weiß ich nicht. Im Moment eher nein. 

Kommentare :

  1. Deine Rezi kann ich gut nachvollziehen. Auch ich hoffte auf einen tollen Krimi, bekam aber... ja was eigentlich? Ich müsste noch mal meine Rezension lesen, vielleicht weiß ich es dann wieder! :-)

    Liebe Grüße
    sommerlese!

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  2. Nachtrag!
    Wenn du mal meine Meinung lesen möchtest, hier findest du esie!
    http://sommerlese.blogspot.de/2016/01/jagdrevier-helene-tursten.html

    LG sommerlese

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LG Mone