Donnerstag, 22. September 2016

[Rezension] Mirror von Karls Olsberg

Aufbau Taschenbuch
400 Seiten, Broschur
978-3-7466-3234-6  
12,99 Euro (D)


"Dein Mirror kennt dich besser als du selbst. Er tut alles, um die glücklich zu machen. Ob du willst oder nicht." (Aufbau Taschenbuch)


Der Mirror ist das neuste Gerät auf dem Markt. Er soll der perfekte Begleiter für die Menschen sein. Er weiß genau, was der Träger möchte, wie er sich fühlt und was er zum glücklich sein braucht. Der Träger wird ferngesteuert von dem Gerät, traut den Aussagen seines Mirrors. Denn der Mirror ist sein bester Freund. Und beste Freunde wissen, was gut für einen ist.

Aber was ist, wenn man an den Ratschlägen des Gerätes zweifelt? Was ist, wenn es scheint, dass dieses Gerät ein Eigenleben entwickelt? Die Journalistin Freya merkt auf einmal, dass ihr Mirror sich merkwürdig verhält. Als sie den Autisten Andy kennenlernt, entdeckt sie das Unvorstellbare. 

Karl Olsberg hat mich mit seinem Buch "Mirror" fasziniert. Nachdem ich auf den ersten Seiten viel über die Protagonisten und den Mirror erfahren habe, stieg die Spannung und ich flog nur so durch die Seiten. Die Idee, eine Maschine könnte sich Eigenständig machen, ein Computerprogramm, was lernbereit ist und sich weiter entwickelt, hat mir schon einen Schauer über den Rücken gejagt. Vor allem, weil die Idee nicht so abwegig ist. Die Menschheit strebt nach immer mehr und was passiert, wenn dieses "Mehr" manche so beeinflusst, dass sie zum eigenständigen Denken nicht mehr in der Lage sind? Das kann Angst machen und sollte es auch, wie ich finde. Und hier hat mich Karl Olsberg gepackt, denn die ferngesteuerten Menschen, die nur noch auf ihren Mirror hören, haben mir Angst gemacht. 

Es ist ein Thriller der anderen Art. Hier geht es nicht um den bestialischen Serienkiller, sondern eine Zukunftsvision, die aus den Fugen gerät. Es geht um eine Sache, was eine große Macht auf die Menschheit hat und wehe dem, der sich dagegen stellt.

Die Protagonisten sind alle hervorragend beschrieben und ich konnte sie mir sehr gut vorstellen. Karl Olsberg hatte ein Händchen dafür, unterschiedliche Charaktere zu gestalten und diese dann in ihrem Handlungsraum bewegen zu lassen. Sie waren durchdacht und natürlich.

Besonders zum Schluss wird die Spannung bis in große Höhen getrieben. Zwar gingen mir einige Dinge zu glatt vonstatten und dadurch war es ein wenig vorhersehbar, aber es war spannend und ich mochte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist genial gewesen. Selbst die wissenschaftlichen und technischen Details, die zwischenzeitlich viel Raum im Buch hatten, ließen sich gut lesen und waren interessant. Es war eine gelungene Mischung aus Technik und Action. 

"Mirror" von Karl Olsberg hat eine beeindruckende Vision der Zukunft hervorgerufen, die nicht allzu weit hergeholt wird. Ein spannendes Buch!
 

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LG Mone