Montag, 24. Oktober 2016

[Rezension] Das Ufer von Richard Laymon

592 Seiten, Taschenbuch
Originaltitel: The Lake
Aus dem Amerikanischen von Kristof Hahn
 ISBN: 978-3-453-67647-3
9,99 Euro (D)
 
 
Es ist schon einige Jahre her, dass ich die Romane von Richard Laymon gelesen habe, dem Meister des Horrors, der eigentlich durchweg für beste Unterhaltung gesorgt hat, mit einer ausreichenden Menge Blut und so herrlichen Charaktere, die nicht jedermanns Sache sind. Jetzt habe ich sein "neues" Buch gelesen, welches im September 2016 im Verlag Heyne Hardcore erschienen ist. Jahre nach seinem Tod gibt es immer noch Lesestoff von Laymon, schafft nicht jeder.
 
Deana und ihr Freund wollen eigentlich nur ein wenig Zeit zu zweit verbringen, als etwas Grausames passiert. Ihr Freund wird umgebracht und Deana gelingt die Flucht. Damit hat der Wahnsinn erst angefangen, denn der Täter hat es auf Deana abgesehen und wird keine Ruhe geben.
 
Das Buch beginnt recht spannend und auch mit einer ordentlichen Portion Blut. Der erste Mord ist so typisch Laymon beschrieben, dass meine Freude noch ein Stück mehr wuchs. Ich mochte, bzw mag den Autor sehr gerne und habe früher seine Bücher verschlungen. Und der ganze Anfang war auch richtig gut gewesen. Es hätte ab und zu ein wenig spannender sein können, aber es war gewohnt. Die Schreibweise, die Charaktere, alles zusammen ergab für mich ein fast perfektes Buch. Doch leider ist ab der Mitte Schluss mit der Perfektion und ich hatte zeitweise das Gefühl, jemand anderes hätte es beendet.
 
Viele Szenen wurden so geschrieben, dass es zum Plot passen musste und das auf Biegen und Brechen. Es gab keinerlei Überraschungen mehr und das Ende war vorhersehbar gewesen. Ziemlich schade, denn diese großen Überraschungen bin ich von Laymon gewohnt und davon war nichts mehr übrig gewesen.
 
Die Charaktere sind genial gewesen. Man darf nicht erwarten, dass sie sich rational und wie "normale" Menschen benehmen, da ist der tote Freund auch ziemlich schnell vergessen. Die Frauen sind alle sexy, die Männer nicht immer so. Das Gleichen halt die Frauen wieder aus. Es gibt welche die etwas ängstlicher sind und es gibt wahre Amazonen. So wie man es halt eben von Laymon kennt und das ist etwas, was man durchaus mögen muss, sonst wird man definitiv schon von Anfang an nicht glücklich mit dem Buch. Der obligatorische Sex darf dann da auch nicht fehlen.
 
Es ist definitiv nicht Laymons bestes Buch gewesen, er hatte es wesentlich besser drauf gehabt.
 

1 Kommentar :

  1. Hey, von Laymon habe ich auch schon einiges gelesen und habe so das Gefühl, als wären langsam nur noch die schlechteren Bücher übrig, die noch zu übersetzen sind. Die "Neuerscheinungen" reizen mich schon seit längerem nicht mehr.

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LG Mone