Sonntag, 11. Dezember 2016

[Rezension] Helix. Sie werden uns ersetzen von Marc Elsberg

648 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag 
978-3-7645-0564-6 
22,99 Euro (D)
 
 
Ein neues Buch aus der Feder von Mark Elsberg, dass musste ich einfach haben. Mit Blackout und Zero konnte er mich vollends begeistern und so waren meine Erwartungshaltungen an Helix ziemlich hoch gesteckt.
 
Der amerikanische Außenminister stirbt bei einem Besuch in München. Bei der Autopsie findet man ein ungewöhnliches Muster an seinem Herzen.
Zur gleichen Zeit werden in verschiedenen Ländern dieser Welt Tiere und Pflanzen entdeckt, die resistent gegen Krankheiten zu sein scheinen.
Und da gibt es noch ein Ehepaar, welches sich nichts sehnlicher wünscht, als ein Kind. Da dies auf natürlichem Weg nicht klappt, wenden sie sich an eine Klinik. Der Arzt macht ihnen ein unglaubliches Angebot. Ein hochbegabtes Kind, ein Genie. Mit Merkmalen, die sich das Ehepaar aussuchen kann. Die Klinik hat schon mehrere dieser Kinder auf die Welt gebracht, doch dann verschwindet eines dieser Kinder und alles deutet auf einen Zusammenhang hin, die in dieser Welt passieren...
 
Marc Elsberg hat mich, wie schon gesagt, mit seinen Büchern begeistert. Er schreibt Bücher, die gar nicht so weit weg sind von der Realität, die einem die Augen öffnen und die ein intelligentes Zusammenspiel haben.
 
Auch Helix hatte einen sehr guten Start gehabt, doch nach und nach baute das Buch ab. Besonders der Mittelteil hat mir einiges abverlangt. Es gab einige Stellen, nach meiner Meinung ein paar zu viele Stellen, die sich hinzogen, doch aus Angst irgendwas zu verpassen, habe ich mich fast schon dadurch gequält. Denn kleine Details begegnen einen immer wieder.
 
Die Zusammenhänge aus den drei Geschichten konnte ich Anfangs nicht erkennen, doch je weiter man in das Buch einsteigt, die Längen mal außer Acht gelassen, umso klarer wird die ganze Sache. Hier liegt auch die Stärke des Buches, dass Marc Elsberg es schafft, die drei unabhängig laufenden Geschichten, zu einem gesamten Bild zusammen zu fügen.
 
Der Schreibstil ist wunderbar und es lässt sich auch sehr gut lesen. An einigen Stellen bin ich zwar gestolpert, weil es für mich ein ungewöhnlicher Satzbau war, aber okay. Das kann immer mal passieren. Die Protagonisten waren leider nicht ganz mein Fall. Ich muss mich nicht unbedingt mit einem Protagonisten identifizieren, allerdings sollten sie schon so gestaltet sein, dass man sie sich vorstellen kann. Das hatte ich hier nicht unbedingt. Ich konnte kaum einem Protagonisten einen Charakterzug zu ordnen, das war für mich alles ziemlich blass.
 
Gegen Ende hin, wird das Buch wieder rasanter. Für mich hätte es allerdings schon früher an Fahrt aufnehmen können, denn ich hatte das Gefühl, auf einmal in einer Achterbahn zu sitzen und nach wenigen Sekunden ist alles vorbei. 
 
"Helix" von Marc Elsberg ist definitiv nicht sein bestes Buch, aber es regt schon sehr zum Nachdenken an. Genmanipulation und wie weit darf man in die Natur eingreifen? Ein spannendes Thema. Allerdings gefiel mir die Umsetzung nicht ganz so, wie erwartet.
 
 
 

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LG Mone