Sonntag, 5. Februar 2017

[Rezension] Die Launenhaftigkeit der Liebe von Hannah Rothschild

512 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag
Originaltitel: The improbability of love
Aus dem Englischen von Monika Baark
978-3-421-04713-7 
21,99 Euro (D)
 
 
"Die Launenhaftigkeit der Liebe", dieser Titel und die ein oder andere Rezension waren es, dass ich genau dieses Buch lesen musste. Und schon von der ersten Seite stand fest, dass es mit zu den Jahreshighlights gehören wird. 
 
Durch Zufall ersteht Annie, die vor kurzem nach London gezogen ist und nun ihrem neuen Freund ein Geschenk kaufen möchte, in einem heruntergekommenen Trödelladen ein kleines Bild. Das Bild ist staubig und dreckig, nur schemenhaft sind die Personen darauf zu erkennen. Aber genau dieses Bild wird eine Reihe an Ereignissen auslösen, mit denen Annie nicht gerechnet hätte und dies nur, um ein altes Familiengeheimnis verschlossen zu halten.
 
Wer nun glaubt, er bekommt eine seichte Liebesgeschichte und ein Familiendrama zu lesen, der irrt sich gewaltig, denn "Die Launenhaftigkeit der Liebe" ist so viel mehr und so vielschichtig angelegt. Ja, es geht um die Liebe und um ein Familiengeheimnis, aber es geht auch um Kunst und um Machenschaften in der Kunstszene. 
 
Hannah Rothschild hat ein Händchen für all die Personen, die in diesem Roman vorkommen, bewiesen. Man bekommt als Leser zu allen Personen Zugang zu ihren Gedanken und genau dies erweckt sie zu Leben und macht dieses Buch lebendig. Besonders Annie ist mir dabei ans Herz gewachsen, weil sie so nichtsahnend ein Bild gekauft hat und damit einen Stein ins Rollen gebracht hat. 
 
Aber damit wäre das Buch noch nichts Besonderes, denn erst das Bild, welches zu den Lesern spricht, bringt genau den Schwung in das Buch hinein, den ich mir gewünscht habe. Das Bild ist skurril und sarkastisch in seinen Erzählungen. Man merkt von Anfang an, dass es zu etwas höherem bestimmt ist und ja, es ist ziemlich eingebildet.
 
Die Geschichte reißt einen mit, man versinkt in ihr und möchte eigentlich nicht auftauchen. Mal sind die Nerven überspannt, nicht weil das Buch nun besonders actionreich ist und wie ein Thriller daher kommt. Dieses Buch ist auf seine ganz eigene Art und Weise spannend und reißt einen mit.
 
Der Schreibstil ist ruhig und unaufgeregt, aber er es so passend. Selbst in den spannendsten Momenten bleibt sich die Autorin, mit ihrer ruhigen Schreibart treu und das ist genau richtig und gibt dem Buch einen weiteren Pluspunkt.
 
"Die Launenhaftigkeit der Liebe" ist ein großartiges Buch, welches mir ein paar unvergessliche Stunden beschert hat. Ich bin immer noch hin und weg von dem Buch.
 
 
  
 



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LG Mone